Gute Entscheidungen (Kurzfassung)

Es geht nicht um Vertrauen. Es geht nicht einmal um „die Wahrheit“, denn der Haken an der Wahrheit über Covid-19 ist: niemand kennt sie. Worum es wirklich geht ist, gute Entscheidungen im Angesicht überwältigende Unsicherheit zu treffen.

Im Zusammenhang mit Covid hat mich wieder einmal jemand gepiekst. Sinngemäß: „sie“ haben so viel Blödsinn erzählt, ich kann ihnen nicht mehr vertrauen. Egal ob im Original-Kontext klar ist, wer „die“ sind… es geht nicht um Vertrauen, es geht um gute Enscheidungen.

Wie trifft man gute Entscheidungen in einer unsicheren Welt? – Man sucht nach den Quellen, die möglichst nah am „tatsächlichen Erleben“ sind, das sind z.B. die wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Nicht das, was die Presse daraus gemacht hat, nicht das, was irgendein Amt daraus gemacht hat und auch nicht das, was eine Regierung daraus gemacht hat.

Wo man individuelle Quellen hat (z.B. bei befreundeten Ärzten, die Covid behandelt haben), sollte man unterscheiden zwischen den Beobachtungen und den Schlussfolgerungen.

Und dann prüft man, wo die Daten zusammenpassen und wo nicht (z.B. die oben gezeigte Sterblichkeit pro 100.000 Einwohner mit der Übersterblichkeit). Berichte aus Italien gegenüber Berichten aus China oder den USA. Wo die unmittelbaren Beobachtungen zusammenpassen haben wir wahrscheinlich (!) eine bessere Beschreibung der Situation als da, wo sich die Beschreibungen widersprechen oder nicht in unmittelbarer Beobachtung gegründet sind.